Wie sieht die Finazierung der Jugendarbeit in 2018 im Berliner im Durchschnitt aus?

 

In Berlin gibt es derzeit insgesamt 407 öffentliche geförderte Kinder- und Jugendfreizeit-einrichtungen für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 26 Jahren. Hinzu kommen in Berlin mindestens 3 Familienzentren je Bezirk und eine Vielzahl von Projekten der schulbezogenen oder sportorientierten Jugendsozialarbeit sowie der Straßensozialarbeit oder mobilen Jugendarbeit.

 

 

Für die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in allen Bezirken wurden im Jahr 2018 insgesamt 85,2 Millionen Euro in Berlin bereitgestellt. Im Jahr 2010 waren es noch 91,2 Millionen Euro. Das sind trotz  allmählichem Aufwärtstrend immer noch 6 Millionen Euro weniger als vor acht Jahren!

Von diesem Angebot der sozialen Infrastruktur profitieren berlinweit 60.907 Kinder und Jugendliche regelmäßig. Im Rahmen von Veranstaltungen und gelegentlichen Besuchen sind es insgesamt 1.915.955 Besucher_innen der Angebote in Berlin!

(Quellenhinweis: Besuchererfassung der Berliner Jugendfreizeitstätten, Sen BJW)

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Familienzentren und Projekte der Jugend-sozialarbeit zählen zu den günstigsten Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung, an denen junge Berliner_innen teilhaben können. Deren Angebote sind für die Besucher_innen zudem überwiegend kostenfrei!

Jedoch: die Kosten steigen auch für die Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur (Materialkosten, Betriebskosten, Lohnanpassungen, Honorarkosten, Inflation). Um den Kindern, Jugendlichen und Familien weiterhin qualitativ hochwertige Begegnungsräume und Begleitung durch qualifizierte Fachkräfte anbieten zu können, müsste mehr Geld allein für ein gleichbleibendes Angebot investiert werden.

 

 

 

 

Berlin ist eine wachsende Stadt

 

Die Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass allein der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis unter 18 Jahren von 2015 bis 2030 um mindestens 84.000 Menschen steigt.

Unsere Stadt braucht daher nicht nur den Erhalt, sondern Berlin braucht den Ausbau der Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, um ihren gesetzlich verankerten Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Konsequenz daraus kann nur sein: „Mehr Geld in den Topf für die soziale Infrastruktur in den Bezirken Berlins!“

T_Rest unterstützt diese Forderung an die Landesebene und fordert zugleich die Berliner Bezirke auf, die zur Verfügung gestellten Finanzmittel dann auch in Gänze für die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen bzw. für die Familienzentren und Projekte der Jugendsozialarbeit bereitzustellen


 T_Rest wird unterstützt durch den DBSH Berlin

Peter Barton
Berliner Str. 25
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